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Auf die Inneneinrichtung kommt’s an: Auch bei Insektenhotels

Einrichten liegt im Trend – und das sogar bis zu Insektenhotels. Denn gerade hier zählt nicht der äußere Schein, sondern auf die inneren Werte kommt es an, damit Wildbiene, Hornisse oder Marienkäfer den Unterschlupf auch als solchen annehmen und ideale Bedingungen vorfinden zum Überleben, zur Fortpflanzung und zur Winterruhe.

Der Mensch richtet gerne ein: er dekoriert, peppt Möbel und karge Wände auf, spielt mit Licht, mit Stoffen und Materialien. Alles für ein schöneres Zuhause. Nicht umsonst haben auch Fernsehsendungen à la „Schöner Wohnen“ Hochkonjunktur und präsentieren Wohnideen von heute. Vieles kann man dabei selbst machen und eine gänzlich individuelle Gestaltung vornehmen.

Das treibt mitunter bunte Blüten: Denn wenn Wohnzimmer, Küche und Essbereich perfektioniert sind, rückt schnell auch der Garten in den Blick als Spielwiese der Kreativität. Auch diesen kann man ja vortrefflich „einrichten“, bepflanzen, beleuchten – und mit ebenso nützlichen wie chic anzusehenden Vorrichtungen ausstatten: Gerne gesehen werden dabei Vogelhäuser und gerade in den letzten Jahren auch Insektenhotels.

 

Insektenhotel ja – aber was kommt hinein?

Diese gibt es mittlerweile in hunderten verschiedenen Ausführungen, Farben und Formen. Reine Zweckmäßigkeit und Funktionalität adé – auf die Optik kommt es eben auch an. Sie muss sich harmonisch in die gesamte Gartengestaltung fügen.

Doch damit hat das Einrichten noch längst kein Ende: Denn auch ein Insektenhotel muss ausgestattet und mit Füllmaterial versehen werden. Spätestens hier aber stehen die Bedürfnisse und Anforderungen der Insekten und ihrer einzelnen Arten im Vordergrund.

Je nachdem, welchen Insekten man Asyl gewähren will eignen sich dazu:

  • Kiefernzapfen
  • loses Stroh / Heu
  • getrocknete Röhrchen
  • gebündeltes Schilf
  • poröse Backsteine
  • mit Löchern versehene Äste und Baumstämme
  • Bambus
  • Terrakotta-Blumentöpfe.

Wichtig ist, dass die Materialien frei von Holzschutzmitteln und Pestiziden sind. Am besten stattet man die einzelnen Fächer und Bereiche der Insektenhotels ganz unterschiedlich aus. Hauptsache, es gibt jede Menge kleine Öffnungen in den Materialien, die wiederum als Brutröhren dienen.

 

Selbst ist das Insekt – Freiraum lassen, Überleben sichern

Doch wie der Mensch, wollen sich auch Insekten ihr Quartier durchaus ein wenig selbst einrichten und holen selbst ebenfalls noch Nist- und Polstermaterial heran, dass sie in der Nähe finden. Entweder in der natürlichen Umgebung oder in von Menschenhand bereitgestellten Reservoiren an feuchtem Lehm, Wasser und Stroh.

Einrichten und gestalten, das hört für den Gartenfreund also längst nicht auf mit der eigenen Wohnung und dem eigenen Garten, sondern zieht sich bis zu den „Häuschen“ im Garten weiter. Insektenhotels sind da ganz vorne mit dabei – diese einzurichten erfordert einiges an Wissen, Fingerspitzengefühl und Geduld. Doch dann klappt es auch mit der Ansiedelung!